Der Rechner oben nimmt Ihre eigenen Zahlen entgegen. Tragen Sie die Fläche in Hektar, den Flüssigkeitsaufwand in Litern je Hektar, den Produktaufwand in Litern je Hektar und das Arbeitsvolumen des Tanks in Litern ein. Lassen Sie die Eingaben zunächst leer, bis Sie die zugehörigen Unterlagen zusammengestellt haben. Nutzen Sie die folgende Erklärung, um jedes Ergebnis selbst nachzurechnen.
Welche Werte gehören in die Eingabefelder?
Beginnen Sie mit einer Rechennotiz, auf der neben jeder Zahl ihre Bedeutung steht. Schreiben Sie beispielsweise nicht nur „Fläche“, sondern „für diesen Arbeitsgang vorgesehene Behandlungsfläche“. Die LfL verlangt bei der Bedarfsermittlung, gegebenenfalls einzuhaltende Abstandsauflagen an Gewässern oder sensiblen Gebieten zu berücksichtigen. Vor dem letzten Teilstück empfiehlt sie eine erneute genaue Kontrolle.
| Eingabe | Einheit | Bedeutung für die Rechnung |
|---|---|---|
| Fläche A | ha | Fläche, auf die sich beide Aufwandwerte beziehen |
| Flüssigkeitsaufwand V | l/ha | Vorgesehene ausgebrachte Flüssigkeitsmenge je Hektar |
| Produktaufwand R | l/ha | Aufwandmenge des einzelnen flüssigen Produkts |
| Tankvolumen T | l | Arbeitsvolumen für einen rechnerisch vollen Tank |
Halten Sie den Flächenbezug für A, V und R identisch. Eine Angabe je Hektar Grundfläche lässt sich nicht mit einer Angabe je Hektar Laubwandfläche gleichsetzen. Die LWG beschreibt beim Laubwandflächen-Modell ausdrücklich die Bindung der Dosierung an die tatsächlich behandelte Laubwand. Für Rebanlagen ist dieser Bezug vor dem Einsetzen in eine allgemeine Flächenrechnung zu klären.
Für die Produktdosierung zählt die konkrete zugelassene Anwendung. § 12 Absatz 1 PflSchG bindet die reguläre Anwendung an die jeweils gültigen Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen. Lesen Sie deshalb die passende Produktanwendung vollständig und übernehmen Sie daraus den zutreffenden Aufwandwert. Die folgende Rechnung setzt diesen bereits ausgewählten Wert voraus.
Formel: Spritzbrühe und Produktmenge berechnen
Verwenden Sie für Ihre Notiz die Buchstaben A, V, R und T aus der Tabelle. Daraus ergeben sich zwei Multiplikationen:
- Gesamtflüssigkeit Q in l = A in ha × V in l/ha.
- Gesamtprodukt P in l = A in ha × R in l/ha.
Bei der Multiplikation kürzt sich die Flächeneinheit heraus: ha × l/ha = l. Hortipendium zeigt dieses Vorgehen für die Mittelmenge und den Wasserbedarf einer vorgegebenen Fläche. Die hier verwendeten Buchstaben dienen nur zur übersichtlichen Darstellung derselben Verhältnisrechnung.
Unterscheiden Sie beim Lesen Ihrer Unterlage zwischen Wasseraufwand und fertiger Gesamtflüssigkeit. Für die Tankplanung muss Q das Volumen bezeichnen, das im Tank untergebracht und anschließend ausgebracht werden soll. Ist ein Ausgangswert ausdrücklich als reine Wasserzugabe angegeben, verwenden Sie ihn nicht stillschweigend als Endvolumen. Halten Sie auf dem Rechenblatt fest, welche Bedeutung Ihr Flüssigkeitswert hat. Die Verhältnisse und Einheiten bleiben dadurch bei einer späteren Kontrolle nachvollziehbar. Die folgenden Beispiele definieren V ausdrücklich als Gesamtflüssigkeit; sie sind reine Rechenübungen.
Tankfüllungen und die letzte Teilfüllung ausrechnen
Teilen Sie die Gesamtflüssigkeit durch das angesetzte Arbeitsvolumen: Tankladungen = Q ÷ T. Für die Zahl der Befüllvorgänge runden Sie ein Ergebnis mit Nachkommastellen auf die nächste ganze Zahl auf. Eine genaue ganze Zahl bleibt unverändert. Das Aufrunden betrifft ausschließlich die Anzahl der Ladungen; die letzte Ladung erhält rechnerisch nur das noch benötigte Volumen. Diese Formeln sind eine arithmetische Ableitung des flächenbezogenen Flüssigkeitsbedarfs.
Für die Verteilung eines einzelnen Produkts auf eine bestimmte Ladung gilt: Produkt je Ladung = Ladungsvolumen × R ÷ V. Hortipendium stellt den Mittelbedarf je Behälterfüllung entsprechend als Behälterfüllung mal Aufwand je Hektar, geteilt durch Flüssigkeitsverbrauch je Hektar dar. Berechnen Sie eine Teilfüllung mit deren tatsächlichem Ladungsvolumen.
Zur eigenen Kontrolle können Sie zuerst die vollen Ladungen addieren und danach das Restvolumen ergänzen. Die Summe muss wieder Q ergeben. Addieren Sie anschließend die zugeordneten Produktmengen: Ihr Ergebnis muss P entsprechen. Auf diese Weise lässt sich ein Übertragungsfehler zwischen Gesamtrechnung und Ladungsplan durch Rückrechnung erkennen. Benennen Sie die Zwischensummen getrennt, damit ein gerundeter Befüllzähler nicht als Litermenge weiterverwendet wird.
Spritzbrühe berechnen: Tabelle mit erfundenen Übungswerten
Sämtliche Zahlen der folgenden Tabelle sind frei erfundene Beispiele. Es wird kein reales Präparat beschrieben. Für jede Zeile werden als reine Rechenannahmen 200 l/ha Gesamtflüssigkeit, 0,5 l/ha flüssiges Übungsprodukt und 1.000 l Arbeitsvolumen angenommen. Diese Werte sind keine Aufwandempfehlung; sie dienen dem Üben der zuvor erläuterten Formeln.
| Erfundenes Rechenbeispiel | Fläche | Gesamtflüssigkeit | Gesamtprodukt | Rechnerischer Ladungsplan |
|---|---|---|---|---|
| Kleine Übungsfläche | 2 ha | 400 l | 1 l | Eine Teilfüllung mit 400 l |
| Genau ein voller Tank | 5 ha | 1.000 l | 2,5 l | Eine Füllung mit 1.000 l |
| Voller Tank und Rest | 7,5 ha | 1.500 l | 3,75 l | 1.000 l plus 500 l |
| Genau zwei volle Tanks | 10 ha | 2.000 l | 5 l | Zweimal 1.000 l |
Rechnen Sie die Zeile „Voller Tank und Rest“ ausführlich nach: 7,5 × 200 ergibt 1.500 l Gesamtflüssigkeit. 7,5 × 0,5 ergibt 3,75 l Produkt. Die Division 1.500 ÷ 1.000 ergibt 1,5 rechnerische Tankladungen und damit zwei Befüllvorgänge. Im ersten Übungstank liegen 1.000 × 0,5 ÷ 200 = 2,5 l Produkt, im zweiten 500 × 0,5 ÷ 200 = 1,25 l. Zusammengerechnet sind das wieder 3,75 l. Alle Ergebnisse dieses Absatzes sind aus den erfundenen Annahmen abgeleitet.
Legen Sie für eine eigene Berechnung eine neue Tabelle an. Ersetzen Sie die Annahmen jeweils in der gesamten Zeile. Kopieren Sie keinen Ladungsplan, dessen Flüssigkeitsaufwand oder Produktaufwand von Ihrer Rechnung abweicht. Lassen Sie die ursprüngliche Übung deutlich als Beispiel gekennzeichnet, damit sie beim späteren Wiederöffnen Ihrer Datei erkennbar bleibt.
Hektar, Quadratmeter, Liter und Milliliter richtig zuordnen
Ein Hektar entspricht 10.000 Quadratmetern; das Abkürzungsverzeichnis der BLE nennt diese Beziehung ausdrücklich. Um Quadratmeter in das Flächenfeld zu übertragen, teilen Sie daher durch 10.000. Als weitere frei erfundene Umrechnungsübung werden aus 2.500 m² genau 0,25 ha. Geben Sie für diese Übung 0,25 in das Hektarfeld ein.
Die Einheitenverordnung ordnet Liter mit den Zeichen l beziehungsweise L dem Volumen zu; der Vorsatz Milli bezeichnet den Faktor 0,001. Daraus folgt: 1.000 ml ergeben 1 l. Wenn die Produktunterlage ml/ha nennt, teilen Sie den Zahlenwert vor der Eingabe in l/ha durch 1.000. Schreiben Sie die ursprüngliche Einheit neben den umgerechneten Wert, statt nur eine einzelne Zahl zu übertragen.
Kilogramm ist eine Masseneinheit. Einen Aufwandwert in kg/ha tragen Sie deshalb nicht als l/ha ein. Für eine manuelle Massenrechnung bleibt das Schema Fläche × Aufwand erhalten; das Ergebnis trägt dann die Einheit kg. Auch Hortipendium unterscheidet bei seinen Dosierungsangaben Liter und Kilogramm. Der Produktwert des Rechners ist ausdrücklich auf Liter bezogen.
Prüfen Sie besonders sorgfältig Unterlagen, die mehrere Mengenarten nebeneinander nennen. Kreisen Sie auf Ihrer Rechenkopie den Aufwandwert samt Nenner ein. Beschriften Sie das Ergebnis als Gesamtmenge oder Menge je Ladung. Behalten Sie Dezimalstellen während der Zwischenrechnung bei und kontrollieren Sie die Addition, bevor Sie einen Wert in einen betrieblichen Arbeitsauftrag übernehmen.
Konzentration der Spritzbrühe berechnen
Für ein flüssiges Produkt können Sie aus den gleich bezogenen Aufwandwerten einen rechnerischen Volumenanteil bestimmen: Produktanteil in Prozent = R ÷ V × 100. Dabei bezeichnet V ausdrücklich die fertige Gesamtflüssigkeit. Die Einheiten l/ha kürzen sich im Verhältnis heraus. Verwenden Sie als Nenner dagegen nur die eingesetzte Wassermenge, beschreiben Sie das Verhältnis Produkt zu Wasser. Halten Sie diese beiden Bezugsgrößen auseinander. Die Formel ist eine Verhältnisrechnung auf Grundlage der getrennten Mittel- und Flüssigkeitsmengen.
Mit den erfundenen Übungswerten der Tabelle folgt 0,5 ÷ 200 × 100 = 0,25 Prozent als rechnerischer Volumenanteil. Dieselbe Rechnung mit 3,75 l Produkt und 1.500 l Gesamtflüssigkeit ergibt ebenfalls 0,25 Prozent. Dass der Anteil gleich bleibt, folgt hier ausschließlich aus dem konstanten Verhältnis der erfundenen Eingaben. Für reale Produkte wählen Sie die Dosierung anhand ihrer konkreten Gebrauchsanleitung.
Im Rebschutz erläutert die LWG eine gerätespezifische Konzentration für eine ausgeliterte Spritze und ein bestimmtes Präparat. Ihre Übertragung setzt unter anderem gleiche Düsen, gleichen Druck und gleiche Fahrgeschwindigkeit wie beim Auslitern voraus. Nutzen Sie für dieses Verfahren die verlinkte LWG-Anleitung samt Berechnungsblatt. Den betrieblichen Zusammenhang ergänzt unser Leitfaden zum Spritztagebuch im Weinbau.
Den rechnerischen Bedarf mit dem Gerät abgleichen
Der Düsenausstoß kann sich durch Verschleiß oder Ablagerungen verändern. Ausgelitert wird mit klarem Wasser bei betriebsüblichem Spritzdruck; für die genaue Einstellung brauchen Sie außerdem die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit. Der überprüfte Geräteausstoß gehört deshalb zu den Grundlagen des eingesetzten Flüssigkeitsaufwands.
Die mathematische letzte Teilfüllung beschreibt den noch benötigten Flüssigkeitsbedarf unter den gewählten Annahmen. Technisch bedingte Restmengen in Pumpe, Leitungen und Armaturen behandelt Hortipendium gesondert. Vergleichen Sie vor der praktischen Befüllung den Rechenplan mit der Betriebsanleitung Ihres Geräts und den bereits vorhandenen Flüssigkeitsmengen. Die LfL fordert eine exakte Bedarfsberechnung vor der Anwendung zur Vermeidung unnötiger Reste.
Nutzen Sie für diesen Abgleich eine eigene Spalte „bereits vorhanden“. Vermerken Sie darin den festgestellten Stand und die dazugehörige Produktzuordnung. Trennen Sie das ermittelte Sollvolumen von einer tatsächlich nachzufüllenden Menge. Dokumentieren Sie eine neue Rechnung, sobald sich eine Eingangsgröße ändert, und streichen Sie die ersetzte Fassung auf Ihrem Arbeitsblatt eindeutig als überholt.
Von der Planung zur tatsächlichen Aufzeichnung
Nach der Behandlung gehört die tatsächlich eingesetzte Menge mit ihrem Flächenbezug in das Journal. Als Aufwand gilt die tatsächliche Menge in kg, g, l oder ml je Flächen- beziehungsweise Gewichtseinheit. Dazu gehören Mittel, Datum, behandelte Fläche, Kultur und Anwender. Die Bedarfskalkulation ist deshalb als Vorbereitung abzulegen; den späteren Journaleintrag beziehen Sie auf den ausgeführten Vorgang.
Für diese Übertragung können Sie die Ausfüllanleitung für Pflichtangaben neben Ihre Rechennotiz legen. Die Seite zur Excel-Vorlage ordnet die tabellarischen Felder. Über den Deutschland-Hub erreichen Sie die weiteren Anleitungen. Bewahren Sie bei Ihrer Berechnung die Einheiten, den ausgewählten Produktbezug und die endgültige Fassung zusammen auf, damit eine Rückfrage genau derselben Anwendung zugeordnet werden kann.
Einen Arbeitszettel für mehrere Schläge strukturieren
Erstellen Sie als organisatorische Ergänzung eine Rechenzeile je zusammengehörigem Arbeitsgang. Geben Sie dieser Zeile eine eindeutige Bezeichnung, etwa aus Schlagname und geplanter Tätigkeit. Ergänzen Sie daneben die Fundstelle der verwendeten Gebrauchsanleitung. Schreiben Sie den vollständigen Aufwandwert einschließlich seiner Bezugsgröße ab und kennzeichnen Sie Umrechnungen ausdrücklich. Nutzen Sie eine gesonderte Spalte für das Ausgangsmaß in Quadratmetern, falls Ihre Flächenunterlage diese Einheit verwendet.
Fassen Sie Zeilen erst zusammen, nachdem Sie ihre Eingangsbedingungen verglichen haben. Gleiche Gesamtflächen können rechnerisch unterschiedliche Flüssigkeitsmengen ergeben, sobald der Aufwand je Flächeneinheit abweicht. Sortieren Sie Ihre Notizen daher nach den tatsächlich verwendeten Zahlen und Einheiten. Der Name eines Schlags allein erklärt noch nicht, welchen Arbeitsauftrag eine Berechnung beschreibt. Halten Sie bei einer geänderten Fläche auch den Anlass der Änderung fest, beispielsweise eine neu abgegrenzte Teilfläche.
Für eine Übergabe an eine andere Person bietet sich folgende vorgeschlagene Lesereihenfolge an:
- Ausgangsunterlage öffnen und den ausgewählten Anwendungsbezug zeigen.
- Flächenangabe samt Herkunft und Umrechnung erläutern.
- Flüssigkeits- und Produktaufwand jeweils mit Nenner vorlesen.
- Multiplikationen getrennt wiederholen und Zwischenergebnisse vergleichen.
- Ladungsvolumen addieren und verbleibenden Restbedarf benennen.
- Rechenfassung datieren und die Bearbeitung einer verantwortlichen Kontaktperson zuordnen.
Diese Reihenfolge ist ein Arbeitsvorschlag für Ihre Rechennotiz. Markieren Sie bei der Besprechung eine Abweichung unmittelbar in der betroffenen Zeile. Vermeiden Sie zusätzliche Abschriften ohne Versionskennzeichnung. Wenn Sie einen Taschenrechner oder eine eigene Tabellenkalkulation parallel verwenden, vergleichen Sie die ungerundeten Zwischenergebnisse. Übernehmen Sie anschließend eine nachvollziehbare Endfassung in den Arbeitsauftrag.
Verwechslungen durch gezielte Rückfragen auflösen
Fragen Sie bei einer unklaren Mengenangabe zuerst: Worauf bezieht sich dieser Wert? Lassen Sie sich anschließend zeigen, ob der Eintrag eine gesamte Fläche, einen Hektar, einen Behälter oder eine bereits vorhandene Teilmenge beschreibt. Unterstreichen Sie in Ihrer Notiz den Nenner. Zeichnen Sie bei Bedarf zwei Kästen für „gesamter Arbeitsgang“ und „einzelne Ladung“ und ordnen Sie die Ergebnisse dort ein.
Für einen abschließenden Plausibilitätsvergleich können Sie die Rechnung rückwärts lesen: Gesamtprodukt geteilt durch Fläche muss den eingesetzten Produktaufwand ergeben. Gesamtflüssigkeit geteilt durch Fläche muss zum eingetragenen Flüssigkeitsaufwand zurückführen. Diese Gegenrechnung folgt algebraisch aus den oben beschriebenen Multiplikationen. Stimmen die Werte nicht überein, prüfen Sie zunächst Dezimalkomma, Einheit und Zuordnung der Eingabespalten. Nutzen Sie die erfundene Beispieltabelle zum Üben dieser Fehlersuche, bevor Sie Ihre eigene Rechnung damit vergleichen.
Aufwandmenge Pflanzenschutz berechnen: den Nenner zuerst lesen
Unterscheiden Sie die beiden Aufwandwerte: Der Produktaufwand bestimmt die Mittelmenge, der Flüssigkeitsaufwand die geplante Ausbringmenge der Spritzflüssigkeit. Hortipendium beschreibt die flächenbezogene Rechnung und den Mittelbedarf einer Behälterfüllung. Übertragen Sie zu jedem Wert die Einheit und den Flächenbezug, bevor Sie ihn einsetzen.
Bei der Rebe ist außerdem zwischen Grundfläche und behandelter Laubwandfläche zu unterscheiden. Die LWG erläutert die gerätespezifische Konzentrationsrechnung für eine ausgeliterte Spritze unter den zugehörigen Betriebsbedingungen. Eine alte Rechnung mit anderer Einstellung ist kein Ersatz für diesen Bezug.
Berechnen Sie den Bedarf genau, berücksichtigen Sie dabei die einzuhaltenden Abstände und kontrollieren Sie vor dem letzten Teilstück noch einmal genau nach. Nutzen Sie dafür die tatsächlich vorgesehene Behandlungsfläche. Der Abstandsleitfaden und die Gerätekontrolle ergänzen die Vorbereitung.
Wenn Liter und Kilogramm im Rechenblatt nicht zusammenpassen
Der Produktwert des Rechners ist in l/ha beschriftet. Steht Ihre Produktaufwandmenge in kg/ha, rechnen Sie die Masse getrennt: Fläche in ha × kg/ha ergibt kg. Hortipendium unterscheidet beide Aufwandangaben. Tragen Sie den Kilogrammwert nicht unverändert in ein Literfeld ein.
Bei Raumkulturen prüfen Sie zusätzlich den Bezugsmaßstab. Die LWG bindet beim Laubwandflächen-Modell die Dosierung an die tatsächlich behandelte Laubwandfläche. Die auf dieser Seite gezeigte Hektarrechnung setzt denselben Flächenbezug aller Eingaben voraus.
Pflanzenschutzkosten je Hektar: Maschinenkosten zuordnen
Wer die Pflanzenschutzkosten je Hektar ausrechnet, braucht neben dem Mittelpreis auch die Kosten der Spritze. Sie bestehen aus zwei Gruppen: Abschreibung, Zinsansatz und weitere feste Kosten wie die Versicherung sowie Reparaturen und Betriebsstoffe als veränderliche Kosten. Beide zusammen ergeben die Gesamtkosten der Maschine, je Jahr oder je Nutzungseinheit, etwa je Hektar.
Wie hoch die Kosten je Hektar ausfallen, entscheidet vor allem die Auslastung der Maschine. Setzen Sie deshalb keinen Standardwert als eigene Auslastung ein, ohne ihn zu kommentieren. Stellen Sie bei einer eigenen Maschine die geplante Nutzung dem tatsächlichen Einsatz gegenüber und erklären Sie deutliche Abweichungen in Ihrer Planung.
Für die Abschreibung zählen zwei Nutzungsdauern: die nach Zeit, also die erwartete Lebensdauer in Jahren, und die nach Arbeit, also die Lebensdauer in Nutzungseinheiten wie Hektar oder Maschinenstunden. Teilt man die Nutzungsdauer nach Arbeit durch die nach Zeit, erhält man die Auslastungsschwelle.
Richtwerte liefert die KTBL-Datenbank für Maschinen- und Reparaturkosten. Sie enthält mittlere Werte für Maschinen mit üblicher Ausstattung und Leistung, nicht die Werte eines bestimmten Herstellers. Der Anschaffungspreis steht dort ohne Mehrwertsteuer, die Versicherung umfasst nur übliche Haftpflicht und Teilkasko.